Die Energiepreise beschäftigen aktuell so viele Haushalte wie selten zuvor. Besonders Gas ist wieder deutlich teurer geworden – und das hat gleich mehrere Gründe, die sich gerade unglücklich überlagern.
Ein Blick auf die Hintergründe zeigt, warum die Situation so angespannt ist und was das für Verbraucher bedeutet.
Spannungen im Nahen Osten als Preistreiber
Ein wesentlicher Faktor für die steigenden Gaspreise ist die Lage im Nahen Ostern. Die Region spielt eine zentrale Rolle in der globalen Energieversorgung. Konflikte, Unsicherheiten und politische Spannungen sorgen dafür, dass Lieferketten gestört werden oder zumindest als unsicher gelten.
Der Markt reagiert stark auf die allgemeine Unsicherheit, selbst wenn gar nicht direkt weniger Gas geliefert wird. Nur die Möglichkeit eines Lieferengpasses reicht aus, um die Preise an den internationalen Märkten nach oben zu treiben.
Leere Gasspeicher in Deutschland und Europa
Diverse Gründe haben dazu geführt, dass die Gasspeicher vielerorts in diesem Winter weniger gut gefüllt waren als in den vergangenen Jahren. Besonders hier bei uns sorgt das für eine massive Knappheit. In der Regel werden die Gasspeicher in den wärmeren Monaten aufgefüllt. Wenn dieser Vorrat geringer ausfällt – z.B. durch das Ausbleiben von Lieferungen, wirtschaftliche Entscheidungen aufgrund hoher Gaspreise im Sommer oder ähnliches, entsteht zusätzlicher Preisdruck.
Deutlich kälterer Winter als in den Vorjahren
Dann kommt noch das Wetter ins Spiel. Dieser Winter hat in allen Haushalten zu einem deutlich höheren Energieverbrauch geführt. Die nächste Abrechnung wird für alle eine böse Überraschung. Heizungen laufen länger und intensiver, wodurch der Gasbedarf steigt.
Dies führt zur klassischen Marktsituation: hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot. Die Folge sind steigende Preise.
Ablösung der nationalen CO2-Steuer in Deutschland ab 2028
Ab 2028 wird die nationale CO2-Steuer in Deutschland voraussichtlich durch den europäischen Emssionshandel abgelöst. Was bedeutet das?
Der bisherige Festpreis, der sich ja auch spürbar in den letzten Jahren erhöht hat, wird durch einen marktüblichen Preis ersetzt, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Dies führt zu einer Verschärfung und voraussichtlich höheren Kosten für Heizöl, Erdgas und Kraftstoffe. Es könnte aber auch die Strompreise wieder in die Höhe treiben.






